Nun ist es raus: Das Unwort des Jahres ist "Döner-Mord". Endlich mal ein würdiger Titelträger, denn ich habe mich bei dem Wort immer schon gefragt: Wer um Gottes Namen bringt einen Döner um und warum. Gilt das reine Verzehren eines Döners jetzt schon als Mord? Gerade weil es vorsetzlich geschieht? Bekomme ich mildernde Umstände, weil meine Serientäterschaft quasi eine Art Selbsterhaltung meines eigenen Daseins ist? Und wenn in Deutschland und in vielen Ländern der Welt so viele Döner getötet werden, warum zahlen die Mörder auch noch dafür? Ist das ein perverser Fetisch? Ist dann der Döner-Händler nicht auch eine Teilschuld zu zusprechen? Eins ist aber auf jeden Fall klar: Es gibt einen weltweiten Händlerring, die arme Döner verschleppen und an die Mordlustigen ausliefern. Und täglich werden es mehr.
Die Wahl zum Unwort ist also vollkommen gerechtfertigt, denn machen wir uns nicht vor: Hier geht es um richtigen Mord. Die türkischen Opfer werden auf Grund ihrer Herkunft mit einem Imbissgericht verglichen. Der Grieche wird in diesem Zusammenhang auch noch vollkommen falsch katalogisiert. Da kann man gleich einem Amt den Innovationspreis verleihen (Klischeehaft, aber doch irgendwie passend).
Gekürte Unwörter der vergangenen Jahre haben nicht immer das gehalten, was sie versprachen: 2010 wurde "alternativlos" gewählt. Ein Durchaus realistischer Begriff, wenn man die Notwendigkeit von Tätigkeiten wie atmen nimmt. Oder Nahrungsaufnahme, die allerdings schnell zum Verbrechen "Pizza-" oder "Sauerkraut-Mord" werden kann. Kurz nach Highnoon! Es ist Zeit zu morden!
Original Bild wurde modifiziert: Stihl024/pixelio.de
Dienstag, 17. Januar 2012
Freitag, 13. Januar 2012
Folge 12: Wasser - Was man über das Kultgetränk wissen muss
Meine Oma nannte es despektierlich „Gänsewein“, manchem entspringen spontan Adjektive wie „schnöde“, „geschmacklos“ oder „fade“ und wieder andere machen es sich extra warm zum Bessergenießen. Die Rede ist von Wasser. Reinem Wasser. Stinknormalem Wasser. Es geht um das Wasser trinken. Nicht um das „Sie sollten mindestens zwei bis drei Liter am Tag Wasser trinken, Herr Bültermann“-Ärzte-Geschwätz, sondern um das Mega-Hype-Super-In-Getränk WASSER. Und was gibt es nicht alles für abgefahrene Sorten: Es gibt Wasser aus dem Regenwald „Fiji Natural“ oder „Ty Nant“ aus Wales. Oder hier bei uns in Bayern ebenfalls schon gesichtet: „Voss“ – das Wasser aus dem norwegischen Gletscher. Alles Wässerchen, die nicht unter 4,00 € pro Liter im Laden zu haben sind, aber dafür eine total stylische Flasche haben. (Für alle, die jetzt loslaufen möchten, weil sie immer schon Gletscherwasser aus Norwegen zu sich nehmen wollten, sei gesagt: Alles Lüge! Das gleiche bzw. in diesem Fall dasselbe Wasser gibt´s auch von den skandinavischen Stadtwerken.) Ach ja, selbstverständlich gibt es auch noch das 19-Cent-Discounter-Mineralwasser aus der 1,5-l-PET-Flasche für alle Trittbrettfahrer, die unbedingt auch auf der In-Welle surfen will. Doch mal ehrlich, wer braucht eigentlich Mineralwasser? Seit gefühlten 100 Jahren wissen wir, dass das Wasser aus der Leitung bei uns in der Wohnung höheren Anforderungen genügen muss als Mineralwasser aus dem Supermarkt. Aber das kann man auch noch besser machen dieses köstliche Nass frei Haus. Die Industrie ist nämlich auch total hipp und hat eine solche, nennen wir Sie „Wasserveredelungsindustrie“ rund um das In-Getränk aufgebaut. Und was gibt es da nicht alles, damit das Elixier des Lebens noch besser schmeckt, noch besser heilt und noch schlanker und schlauer macht! Der einfache Wassersprudler ist zwar sündhaft teuer, aber genau wie der Brita-Filter im Haushalt obligat. Doch wer wirklich in sein will, braucht spezielle Karaffen. Karaffen, die ausschließlich am zweiten Tag des Vollmondes geblasen wurden und nicht nur entfernt an Phallus-Abbildungen erinnern. Und in diese Karaffen gehören Vita-Juwelen. Das sind Glasstäbe, die mit besonderen Steinen gefüllt sind. Beispiele? Beispiele!: „Bergkristall-Rosenquarz-Amethyst“, „Ayurveda Mischung nach Dr. K. Vasu“, „Bernstein-Mischung“ oder das Top-Produkt „Die Diamand-Mischung“. Der Preis steigert sich übrigens in meiner Aufzählung jeweils um ca. 50,00 €. Abschließend ein Weisheit zum Auswendiglernen: „Wer viel Wasser trinkt, lässt Wasser viel!“ In diesem Sinne.
Bild: Dieter Huemmer/pixelio.de
Freitag, 6. Januar 2012
6. Januar 2012: Das Leben, die Welt = Eine Castingshow
Ist ihnen schon mal aufgefallen, dass die Welt nur noch aus Castings besteht? Heute ist der Tag, wo DSDS in seine gefühlte hundertste Staffel geht. Und der Bohlen krakelt, dass nur sein Format so richtige Stars macht, mit vielen Platten und richtig viel Nummer eins Chartplatzierungen. Und dabei ist die Konkurrenz groß: Popstars mit dem unsäglichen Detlef D. Soost, das Supertalent mit der Frau mit dem tollen Namen, Motzi Mabuse. Stefan Raab suchte ja auch schon mehrfach "richtige" Sänger und fand Max Mutzke, der Mann mit nur einer Augenbraue, aber einer super Stimme. Jetzt geht nicht nur DSDS wieder an den Start, sondern gleichzeitig sucht Pro7 und ARD den Star für Baku und der Medienkonzern Prosieben/Sat1 im Formatsharing The Voice of Germany. Ein ganz neues Prinzip, was es beim Musik hören noch nie gegeben hat, denn die Jury hörte die Kandidaten nur. Ne, echt? Aber wem hilft das? Eigentlich wäre es besser andersrum, wenn die Kandidaten die Jury nicht sehen würden. Denn cool sind doch eigentlich nur Boss Hoss, und ein bisschen Ray. Dort laufen jetzt die Liveshows und hier merkt man doch schnell, dass ganz Deutschland bereits abgecastet ist und nun nicht mehr wirklich was neues auf dem Markt ist und deshalb tauchen dort dann auch gleich gescheiterte Sternchen aus anderen Sänger-Vorsingsendungen wieder auf (Daniel Lopez scheiterte schon wieder. Komisch!). Dazu kommen "erfolgreiche" Musiker aus den 90zigern, deren Karriere aus unerfindlichen Grund irgendwann nicht mehr weiter ging. Komisch, die sind irgendwie auch nicht mehr dabei. Ich habe mich ernsthaft gefragt, warum dort niemand von der Erfolgsband Tik Tak Toe aufgetaucht ist. Die konnten doch mal richtig singen und haben gleich mit ihrem wichtigsten Song, den Nagel auf den Kopf getroffen. Mit voller Bruststimme schmetterten die Fan ihnen auf Konzerten "Ich find dich Scheiße" entgegen und sollten recht behalten. Jetzt wissen wir es: Jazzy geht ins Dschungelcamp! Zusammen mit Ailton. Der kann zwar nicht singen, ist aber vielleicht auch der einzige von den YXZ-Promis, die noch nicht beim Perfekten Dinner war und/oder nicht aus einer erfolgreichen Castingshow stammt (Der ZDF-Fernsehgarten ist doch auch nur eine Castingshow mit dem Untertitel: "Deutschland sucht den Super Rentner-Zuschauer), oder wieso dürfen wir Ramona Leiß sehen? Achja, dafür, dass ich kaum fern sehe, kenn ich mich gut aus, Stimmt´s?
Bild: Stefan Bayer / pixelio.de
Bild: Stefan Bayer / pixelio.de
Mittwoch, 4. Januar 2012
Folge 11: Wintersportler kann so lästig sein.
Endlich raus. Endlich Schnee, echter Schnee unter den Füßen. Also raus, rauf auf den Berg. Egal wie! Als Skitour, mit dem Schlepper oder in der Gondel. Und wieder runter: Herrlich, ich liebe den Wintersport. Das einzige Problem ist, dass es so viele Menschen gibt, die den Wintersport auch lieben. Und wo viele Leute sind, sind viele Ansichten und Neigungen. Meine Ansicht, natürlich die einzige richtige, lesen Sie, wie gewohnt, hier im Blattschluss: Voller Motivation schnappe ich mein Snowboard und rein in den Sessellift. Oben angekommen genieße ich die Sonne. Brille aufgesetzt, Helm zurecht gerückt und die zweite Bindung verbindet mich fest mit meinem Schneebrett. Die Zeit ist reif, der Pulverschnee bereit für den »Ride« und den »Flow«. Leider nur bis zur nächsten Engstelle, denn dort stehen sie wieder: die Skifahrer! Jede Engstelle wird zu einem kleinen Ratsch genutzt, oder suchen die nur die Schneebar, die es noch nie an dieser Stelle gegeben hat (vielleicht ist das eine Marktlücke, mit der ich nächstes Jahr Millionenumsätze generiere)? Oder zeigen die sich gegenseitig ihre sündhaft teuren Schneeanzüge mit einer Wassersäule von bestimmt 80.000 mm? Keine Ahnung, aber sie stehen im Weg. Immer! Immerhin haben die »Steher« eine 30 cm-Lücke gelassen, die ich zum Durchfahren nutze. Jetzt nochmal Schwung holen, gleich hinter der nächsten Kurve kommt das lange Zieherstück. Doof, wenn einem Snowboard-Fahrer hier die Geschwindigkeit fehlt. Einen gekonnten Linksschwung, nochmals rechts und hinein in die flache Passage mit ausreichender Geschwindigkeit. Leider das nächste Wintersport-Hindernis und -Ärgernis: die Snowboarder. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass die immer rumliegen? Und am liebsten in der Mitte von Flachpassagen! Deren Umfallen kommt derartig plötzlich und unkontrolliert, dass ein Ausweichen oft nur schwer möglich ist, aber auf jeden Fall einen deutlichen Geschwindigkeitsverlust bedeutet. Und das heißt in meinem Fall: Abschnallen und anschieben wie bei einem Skateboard. Sehr ärgerlich, diese Snowboarder und den Schnee schieben sie in der steilsten Abfahrt auch immer zusammen! Sehr ärgerlich. Doch wissen Sie, was mir wirklich Angst macht? Es sind Kinder-Ski-Kurse und ihre Protagonisten. Kleine Racker mit Skiern unter den Füßen, die trotz Schneepflughaltung in Maria-Reisch-Manier von hinten angebrettert kommen und lauthals »weg daaaaa, du Depp« schreien. Vor Schreck, Ehrfurcht und Angst habe ich mich sofort fallen lassen, an so einem Flachstück, genau in der Mitte. Leider!
Bild: daniel stricker/pixelio.de
Dienstag, 3. Januar 2012
3. Januar 2012: Wann kommt der Bundespräsident zum Kaffee?
Wussten Sie eigentlich, dass wir mal einen Bundespräsidenten hatten der Horst Köhler heißt. Richtig, das ist der bürgerliche Name von Gildo Horn. Alles Vergangenheit. Was wir nun haben ist ein Wolf, ne Wulff. Eigentlich müsste er Fuchs heißen, nach der taktisch, grandiosen Leistung gerade die Bildzeitung zu verbieten etwas zu schreiben. Und das natürlich alles unter der bewussten Anmerkung, dass Pressefreiheit ein hohes Gut ist. Kann man eigentlich noch dämlicher sein? Aber was will man verlangen von einem Politiker, der Herren wie (M)arschmeyer zu seinen Kumpels zählt. Herr Marschmeyer hat seinerzeit AWD erfunden und mit seinem Schneeballsystem erheblich viele Menschen um eine Menge Geld erleichtert. Das merken die zwar erst, wenn das eigene Geld weg ist. Aber ich möchte nicht über den AWD-Mann lästern, der hat eigene Probleme: Z. B. Frau Ferris in der Bude und Kiste.
Aber zurück zu Chrissi Wulff. Das Politiker gerne mal mal Deals mit der Presse machen, scheint nicht nur eine Vermutung. Eine Hand wäscht die andere. Tolle Infos und Fotos von der neuen Freundin für die Presse, dafür bleibt mein Dreck stecken. Nun ist mal wieder eine Spitze eines Eisberges bekannt geworden und das weil sich ein Mann nicht im Griff hatte. Aber ich glaube nun ist der Ehrgeiz der Journalisten geweckt und die Zeit von Wulffi gezählt. Denn kann sich eine Bundesrepublik wirklich leisten ein Oberhaupt zu haben, der zu mindestens frag würde Methoden pflegt.
Ich frage mich, wann mich Chrissi anruft und mir verbietet meinen Blog hierzu veröffentlichen. Meine Telefonnummer steht aber im Telefonbuch. Also lieber Bundespräsident Wulff: Ruf mich an, komm vorbei. Du bekommst auch einen Kaffee, selbstredend auf meine Kosten. Du brauchst ja deine Kohle noch, um vielleicht noch den einen oder anderen Deal zu machen. Mit telefonieren hat es ja nicht geklappt.
PS: Wer wissen will, ob Wulffi noch im Amt ist, klickt hier: http://istchristianwulffnochimamt.de/
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